Digitale Zukunftskommune Weingarten

Die digitale Transformation macht auch vor der Stadtverwaltung Weingarten nicht Halt. Auf dieser Seite lesen Sie alles Wissenswerte rund um die Digitalisierungsprozesse  in Weingarten.

Auszeichnung als Digitale Zukunftskommune

Mai 2018: Weingarten ist vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration als ein Gewinner des landesweiten Wettbewerbs „Digitale Zukunftskommune@bw“ ausgezeichnet worden.Bürgermeister Alexander Geiger nahm die Auszeichnung von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobel in Stuttgart entgegen. Mit der Auszeichnung einher geht eine Fördersumme von 40 000 Euro. Damit soll die Stadt in den kommenden Monaten auf ihrem Weg ins digitale Zeitalter unterstützt werden und eine, an den konkreten Bedürfnissen ihrer Bürger ausgerichtete Digitalisierungsstrategie entwickeln. "Digitalisierung und E-Government bieten uns als Verwaltung zukünftig zahlreiche Chancen, stellen uns momentan aber auch vor enorme Herausforderungen und sind wahrlich keine Selbstläufer", so Bürgermeister Geiger im Anschluss der feierlichen Überreichung. "Daher freuen wir uns, dass wir nun gemeinsam mit der Unterstützung des Landes den digitalen Aufbruch professionell und zeitnah anpacken können", so Geiger. Der Wettbewerb war Ende August 2017 gestartet. Bis zum Stichtag am 31. Dezember 2017 waren insgesamt 75 Bewerbungen um einen Platz im Förderprogramm eingegangen.

Weingarten gewinnt bei Ideenwettbewerb „Lokaler Online-Marktplatz“

November 2018: Die Stadt Weingarten erhält vom Land Baden-Württemberg eine Förderung in Höhe von 200.000 Euro zum Aufbau eines Online-Marktplatzes. Ziel des Projektes ist es, den Handel vor Ort zu beleben und zu vernetzen.
Weingarten ist einer von sieben Gewinnern des landesweiten Ideenwettbewerbs „Lokaler Online-Marktplatz“. Mit dem Fördergeld von 200.000 Euro richtet die Stadt eine Plattform ein, die ortsansässige Händler, aber auch Dienstleister wie Bäcker, Handwerker, Gastronomen oder Kultureinrichtungen  präsenter und überregional bekannter machen soll. „Der Marktplatz wird aber keine reine Verkaufsplattform sein, sondern setzt auf Transparenz und Information“, sagt Wirtschaftsförderer Marcus Schmid. Neben dem klassischen Online-Handel sollen auf der Seite auch Unternehmensporträts und ein Veranstaltungskalender mit Kartenreservierung zu finden sein. Außerdem ist in Zusammenarbeit mit der IWO ein ökologisch nachhaltiges Lieferkonzept geplant. „Das Schöne an dem Projekt ist, dass sich die Geschäftstreibenden in Weingarten als Händlergemeinschaft im Internet präsentieren“, so Marcus Schmid. „Vor allem für Händler, die keine Kapazitäten oder nicht das Knowhow haben, ist die Plattform eine wunderbare Möglichkeit, sich im Netz darzustellen“, sagt Oberbürgermeister Markus Ewald. So hätten auch kleinere Unternehmen eine Chance, sich für die digitale Zukunft zu rüsten und in diesem Wettbewerb zu bestehen.

Der Online-Marktplatz wird zusammen mit dem Kooperationspartner Locamo GmbH & Co. KG aus Weingarten entwickelt. Für die ersten 50 Betriebe, die auch Hilfestellung in den Bereichen E-Commerce und Marketing bekommen, ist die Teilnahme im Rahmen der zweijährigen Projektlaufzeit aus den Fördermitteln subventioniert. Seit dem 1. März 2019 ist Michaela Püllen bei der Stadt Weingarten für den Aufbau und die Betreuung des lokalen Online-Marktplatzes verantwortlich. Der Marktplatz soll im zweiten Halbjahr 2019 online gehen.

Rat stimmt Digitalstrategie zu

März 2019: In der Gemeinderatsitzung am 25. März 2019, stimmten die Mitglieder des Rates einstimmig den erarbeiteten Zielsetzungen der Digitalisierungsstrategie aus den Lebensbereichen Bildung, Verwaltung und Bürgerkommunikation/ -partizipation zu.
„Es gibt einiges zu tun“, startete Verwaltungsdirektorin Sylvia Burg ihre Einführung zum Tagesordnungspunkt „Digitale Zukunftskommune“. Sie sprach zunächst allen an der Erarbeitung Beteiligten ihren Dank aus und führte das Gremium und die Besucher in die Thematik ein. Startend bei der Bewerbung für den Landeswettbewerb im Winter 2017, über die Auswahl Weingartens als eine von 15 Zukunftskommunen (20.000 - 40.000 Einwohner) Mitte 2018 bis hin zur Erarbeitung der Strategien in enger Kooperation mit regionalen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, zeigte Burg den Ratsmitgliedern und Gästen den bisher gegangenen Weg auf. Die ausgewählten Lebensbereiche stünden dabei stellvertretend für eine Gesamtstrategie, die in den kommenden Jahren umgesetzt und gestaltet werden solle, so Burg.

Lebensbereich Bildung
Gemeinsam mit der TWS arbeitete die für die Schulen verantwortliche Abteilungsleiterin Sarah Schnetz eine Empfehlung zur strategischen Schul-IT Planung für die Stadt Weingarten aus. Die Stadt sei hier als Schulträger für die Herstellung der technischen Voraussetzungen (Schul-IT Infrastruktur) verantwortlich. Die notwendigen Handlungsfelder umfassen zum einen u.a. die hierfür nötige Glasfaseranbindung und den Aufbau einer zentralen Serverinfrastruktur, die Vollvernetzung der Standorte inklusive WLAN, die Bereitstellung von digitalen Präsentationsmöglichkeiten in den Klassenräumen, aber auch die Ausstattung der Lehrenden und Lernenden mit einer einheitlichen digitalen Grundausstattung.

Lebensbereich Verwaltung
Im Bereich der Verwaltung sei es laut des verantwortlichen Abteilungsleiters Klaus Schwenning zwingend notwendig sowie gesetzlich gefordert, eine zukunftsfähige IT-Basisinfrastruktur zu schaffen und ein zentrales Prozessmanagement zu etablieren. Gemeinsam mit der TWS stellte er den Räten eine ganzheitliche IT-Strategie vor, um zukünftig den gesetzlichen Anforderungen gerecht werden zu können. Ob Europäische Datenschutzgrundverordnung, E-Government Gesetz oder Online-Zugangsgesetz: speziell in der Verwaltung muss im Rahmen der Digitalisierung ein Wandel vollzogen werden. Die jetzigen Systeme hätten ihr technisches Ende erreicht - Standardisierung, Virtualisierung sowie Zentralisierung seien die Kernthemen der kommenden Jahre.

Lebensbereich Bürgerkommunikation/-partizipation
Die Digitalisierung und das Web 2.0 eröffnen Verwaltung und Bürgern neue Wege und Plattformen der Interaktion, des Diskurses und der Partizipation, startete Abteilungsleiterin Sabine Weisel ihren Vortrag zur digitalen Bürgerkommune. Anschaulich stellte sie die Anforderungen an eine zeitgemäße Bürgerkommunikation, Beteiligung sowie Förderung von bürgerschaftlichem Engagement vor. Allerdings verlangten smarte digitale Anwendungen auch smarte Bürger und Mitarbeiter, so Weisel. Daher brauche es als ersten Handlungsschritt die Vermittlung und den Aufbau von Digitalkompetenz bei Bürgerschaft und Verwaltungsmitarbeitern. Eine Bürger-Werkstatt rund um das Thema Digitalisierung sei als öffentliche Auftaktveranstaltung für den 22. Mai geplant.

Im Anschluss an die Präsentationen meldeten sich die Fraktionen zu Wort. Viele der Räte freuten sich über den Vorstoß der Verwaltung in Sachen Digitalisierung, einige überraschte das große Ausmaß der anstehenden Veränderungen sowie die Fülle der teils rechtlich notwendigen Maßnahmen in den kommenden Jahren. Einstimmig stimmte das Gremium den aufgezeigten Zielen zu und beauftragte die Verwaltung, im Sinne der Nachhaltigkeit eine Gesamtstrategie für die gegenwärtige und künftige Implementierung der Digitalisierung zu erarbeiten, weiterzuentwickeln und schrittweise umzusetzen.

Bürgerwerkstatt Digitalisierung am 22. Mai 2019

Der digitale Wandel einer Stadt orientiert sich am Bedarf ihrer Bürger*innen – nicht an ihren technologischen Möglichkeiten. Daher lädt die Stadt alle interessierten Bürger*innen zu einer moderierten Bürger-Werkstatt ein.
Die Bürger-Werkstatt soll als Auftaktveranstaltung die Bürger*innen über das Thema Digitalisierung informieren und die Möglichkeit geben, sich aktiv am digitalen Wandel zu beteiligen und persönliche Impulse, Bedarfe und Ideen einzubringen. Neben der analogen Veranstaltung wird es auch eine digitale Form der Beteiligungsmöglichkeit geben. Die Veranstaltung findet am 22. Mai ab 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus statt.

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