Grundsteuer

Die Grundsteuer ist eine kommunale Steuer und wird von der Gemeinde selbst festgesetzt und erhoben, in deren Gebiet der Grundbesitz liegt. Wer Grundbesitz hat, ist folglich verpflichtet, Grundsteuer zu bezahlen. Im Unterschied zur Grunderwerbsteuer, die nur einmal beim Kauf eines Grundstückes anfällt, müssen Sie die Grundsteuer jährlich zahlen. Ihr persönliches Vermögen als Grundstückeigentümer spielt dabei keine Rolle.
Es wird unterschieden zwischen

- Grundsteuer A für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, Stückländereien und
- Grundsteuer B für alle anderen Grundstücke.

Voraussetzungen
Sie besitzen Eigentum, Teileigentum oder Erbbaurecht an einem Grundstück.
Als Grundstück zählen:
- bebaute und unbebaute Grundstücke
- Wohnungseigentum
- Teileigentum
- Erbbaurechte
- Wohnungserbbaurechte
- Betriebe der Land- und Forstwirtschaft
- land- und forstwirtschaftliche Grundstücke (Stückländereien)
- Betriebsgrundstücke

Verfahrensablauf
Das zuständige Finanzamt bestimmt zunächst den Einheitswert des Grundstücks nach dem Bewertungsgesetz. Der ermittelte Einheitswert wird dann mit den im Grundsteuergesetz festgeschriebenen Steuermesszahlen multipliziert. Der sich daraus ergebende Grundsteuermessbetrag wird an die Gemeinde weitergegeben. Die Gemeinde multipliziert den Steuermessbetrag mit dem Hebesatz. Das Ergebnis ist die Grundsteuer.
Alle errechneten Größen, also
- Einheitswert
- Grundsteuermessbetrag und
- Grundsteuer
werden jeweils mit einem eigenen Bescheid festgesetzt und Ihnen bekannt gegeben.

Die Gemeinde setzt die Grundsteuer jeweils für ein Kalenderjahr fest. Sie ist in vier Raten, jeweils am 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11. zu zahlen. Der ganze Jahresbetrag kann auch in einer Rate am 01.07. gezahlt werden. Hierfür ist ein gesonderter Antrag bei der Gemeinde notwendig.

Hebesatz
Der Hebesatz auf den Grundsteuermessbetrag beträgt in Weingarten seit dem 01.01.2013:
- 330 v.H. für die Grundsteuer A
- 400 v.H. für die Grundsteuer B

Sonstiges
Verkaufen Sie Ihr Grundstück, für das Sie bisher Grundsteuer bezahlt haben, setzt das Finanzamt den Grundsteuermessbetrag für den Erwerber von sich aus neu fest. Und zwar zum 01. Januar des Jahres, das auf den Eigentumswechsel folgt. Erst dann kann die Gemeinde die Grundsteuer gegenüber dem neuen Eigentümer festsetzen und Sie entlasten.
Alle im Kaufvertrag getroffenen Vereinbarungen zur Übernahme von Zahlungsverpflichtungen durch den Erwerber sind privatrechtliche Regelungen und wirken sich auf die Zahlung der Grundsteuer gegenüber der Stadt nicht aus.

Rechtsgrundlagen
Grundsteuergesetz
Bewertungsgesetz

powered by ITEOS