Schneider (m/w/d)

von Michaela Püllen
am 3. Mai 2022
Beruf des Monats

In Bekleidungsgeschäften hast du dich immer schon gewundert, wer die Vorstellungen der Designer umsetzt und wie am Ende ein fertiges Kleidungsstück rauskommt, das man auch auf der Straße tragen kann?

 

Mit einer Ausbildung zum Modeschneider kannst du den Prozess von der Idee bis hin zum fertigen Endprodukt mit verfolgen. Wenn die Idee erst einmal da ist, erstellst du als Modeschneider Skizzen, Entwürfe und Schnittmuster. Nachdem der passende Stoff wie bspw. Baumwolle, Leder oder Seide ausgewählt ist, muss dieser ggf. gewaschen und gebügelt werden.

Um eine möglichst große Gewinnspanne zu erreichen, musst du vorher berechnen, wie viel Stoff du für das Kleidungsstück brauchst. Wenn alles kalkuliert ist, schneidest du den Stoff zu, richtest die Nähmaschine ein und nähst drauf los! Als Schneider / Schneiderin arbeitest du eng mit dem Kunden zusammen. Du setzt Ideen und Vorstellungen des Kunden um, nimmst Maß und die Anprobe zum Schluss bildet den Abschluss deines Kreativ-Prozesses.

Bei der Ausbildung als Schneider bzw. Schneiderin wird unterschieden in:

Maßschneider/in: Du fertigst individuelle Kleidungsstücke nach den Maßen deiner Kunden. Viele Ausbildungsbetriebe bieten die Ausbildung entweder als Herrenmaßschneider oder Damenmaßschneider an.

Änderungsschneider/in: Du änderst bereits fertige Kleidungsstücke: Du machst sie enger, kürzer oder reparierst sie.

Textil- und Modeschneider/in: Du erstellst Schnittmuster für Kleidung, die in Serie produziert werden sollen.

Mit diesen Ausbildungen kannst du als Schneider auch beim Theater oder als Musterschneider (für Modellkollektionen) arbeiten.

Bild Schneider (m/w/d)

Möchtest du als Schneider bzw. Schneiderin arbeiten, führt dich eine klassische duale Ausbildung in den Beruf. Du solltest dich entscheiden, welche Art von Kleidung du entwerfen und nähen möchtest, um aus den unterschiedlichen Ausbildungen die passende für dich zu finden.

Während der Ausbildung als Schneiderin bzw. Schneider lernst du die theoretischen Grundlagen in der Berufsschule und die Praxis in deinem Ausbildungsbetrieb. Je nach Berufsbild dauert die Ausbildung 2 - 3 Jahre. Du beendest sie mit einer Abschlussprüfung, die üblicherweise aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht. Nach erfolgreicher Ausbildung bist du als Schneider bzw. Schneiderin je nach Fachrichtung in Betrieben in der industriellen Herstellung von Bekleidung oder Tisch- und Bettwäsche tätig, in Musterateliers, Theaterschneidereien oder in Maß- und Änderungsschneidereien.

Um einen Ausbildungsplatz als Schneider zu ergattern, solltest du gute Noten in Werken bzw. Textil, aber auch in Kunst und Mathe mitbringen. Schließlich geht es darum, mit handwerklichem Geschick gut entworfene Kleidung zu fertigen, die passt und einen angemessenen Preis hat. Da es sich um einen handwerklichen Beruf handelt, verbringst du viel Zeit im Atelier. Bei größeren Unternehmen kann es sich hierbei auch um weitläufige Produktions- und Werkstätten handeln. Teilweise bist du auch in Verkaufsräumen tätig und arbeitest direkt am Kunden. Du nimmst also Maß und führst Anproben durch. Danach sind manchmal noch Änderungen erforderlich. Das erfordert Kreativität und gute Kommunikation.

Eine Ausbildung zum Schneider bzw. zur Schneiderin passt gut zu dir, wenn

  • du gerne kreativ arbeitest
  • dich Kundenkontakt interessiert
  • du präzise und sorgfältig arbeitest
  • du dich für Mode und Textilien interessierst